Das Internet auf dem Dorfe

Mein Letzter Beitrag ist 2 Jahre her. Das ist ziemlich peinlich. :(

Ich möchte heute mal über meinen letzten Beitrag schreiben (60Mbit – Ein Resumé). Damals ging es darum dass ich in der Stadt Minden eine 60Mbit Internetleitung von Unity Media erhalten habe. Die (Internet-)Zeit war grandios. Ganze Datenbackups habe ich über das Internet verschoben. Datenträger hatte ich kaum noch. Brauchte ich eine Windows DVD konnte ich sie ganz einfach wieder aus dem Shop herunterladen. Dies dauerte nur wenige Momente.
Doch dann zog ich aufs Land. In einem 20 Seelen Dorf bei Stolzenau. Hier war DSL mit 3Mbit möglich. Die Bandbreite war so gering, dass selbst die Telekom als Leitungsbetreiber gar keinen Vertrag mit mir eingehen wollte. Lediglich 1und1 konnte mir DSL zur Verfügung stellen. 3Mbit, das klingt erst einmal gar nicht so wenig. Leute die wie ich aus der 56K Modemzeit (Oder sogar davor) kommen kennen langsames Internet. Doch damals waren die Seiten einfacher aufgebaut, für geringe Geschwindigkeiten optimierter und mussten nicht so viel Ballast mitladen wie heute. 3Mbit sind verdammt wenig wenn 2 erwachsene Personen gleichzeitig Youtube oder neuerdings Netflix schauen wollen. Nebenbei surfen? Fehlanzeige. Ein Steamupdate? Eine Qual. Ein Spiel gekauft und nur den CD Key erhalten und nun 50GB herunterladen müssen? Das wird zur Tortur ;)

Ich habe mir viele Alternativen angesehen. LTE ist grundsätzlich verfügbar es scheitert jedoch an der Trafficbegrenzung. Die angebotenen Verträgen haben oft nur wenige GB im Monat. Das reicht leider hinten und vorne nicht.

Nun bietet die Telekom bei mir „Hybrid DSL“ an. Eine Technik die als Grundlage einen herkömmlichen DSL-Anschluss zugrunde liegt und bei Bedarf dann LTE zuschaltet. Das ganze Angebot soll wohl ohne Traffic Limitierung daher kommen. Ich bin jedenfalls gespannt und werde euch weiter bereichten, wie diese Technik in der Praxis funktioniert.

 

60Mbit Internet – Ein resumé

Ich bin seit einigen Tagen stolzer Besitzer einer 60Mbit Kabel Internetverbindung. Ich möchte in diesem Eintrag kurz darauf eingehen:

Zuallererst sollte man sich als Nutzer Gedanken machen, in welcher Art und Weise man sein Heimnetzwerk „verkabelt“ hat. Nur mal so am Rande, ein 802.11B Wlan mit 54Mbit stößt hier mehrmals pro Sekunde an seine Grenzen.

Ich habe das Glück eine Fritzbox 3790 zu besitzen. Diese kann sowohl Gigabit RJ45 als auch „N“ Wlan, also maximal 300Mbit. Meine Notebooks als auch der feste PC schaffen per Wlan maximal 150Mbit. Wobei mein Thinkpad auch mal drüber geht (220Mbit).

Ein Nutzer der mit einer solchen gigantischen Bandbreite Umgehen möchte, aber lediglich einen PC direkt per Kabel am Modem angeschlossen hat, für dem stellen sich natürlich keine Probleme in den Weg. Jemand der allerdings bereits eine bestehende Wlan Infrastruktur besitzt und sogar NAS oder andere Netzwerkfestplatten besitzt, der möchte auch die Bandbreite ausnutzen, und nicht bei 20Mbit hängen bleiben um festzustellen dass das Nadelöhr keineswegs der ISP ist.

 

 

 

 

 

Unter Linux nur 54Mbit Wlan

Ein seltsames Problem, was mir jedoch erst sehr spät aufgefallen ist: Unter meinem Ubuntu Linux 10.10 hatte ich mit meinem Laptop (Thinkpad SL 500) nur 54Mbit in einem Draft-N Wlan (300Mbit).

Nach einer kurzen Google Suche bin ich auf den Blog von Commander1024 gestoßen. Der hatte folgenden Lösungsansatz:

 

Bei ubuntu 10.04 und 10.10 (und evtl. anderen) hat sich ein komischer Parameter für das iwlagn Kernelmodul eingeschlichen, der bewirkt, dass die WLAN Karte nur im B/G Mixed Mode arbeitet. In dem file /etc/modprobe.d/intel-5300-iwlagn-disable11n.conf ist wird 11n_disable=1 übergeben. Analog kann man diesen Parameter auf 0 setzen um die volle Funktionalität und Bandbreite im WLAN nutzen zu können:

 

# sudo echo „options iwlagn 11n_disable=0“ > /etc/modprobe.d/intel-5300-iwlagn-disable11n.conf

 

Diese Änderung wird nach dem nächsten Reboot aktiv, sofort kann man den N-Modus hierdurch aktivieren.

 

# sudo rmmod iwlagn

# sudo modprobe iwlagn 11n_disable=0

 

 

 

 

 

 

Danke dafür! Das hat mein Problem gelöst und mein Wlan Durchsatz enorm gesteigert!

Migration von Symantec Antivirus Corporate auf Endpoint Protection

Seit ich denken kann und bei meiner jetzigen Stelle Systemadministrator bin, benutzen wir Symantec Antivirus Corporate (Version 9).

Symantec ansich halte ich für sehr unzuverlässig, zwar werden in vielen Tests in Zeitschriften und Online Magazinen die Erkennungsraten hochgelobt, aber in der Praxis musste ich feststellen, dass viele Schädlinge gar nicht gefunden wurden, bzw. bei einem Fund das System trotzdem neu aufgesetzt werden musste, da Symantec nicht mit dem Schädling umgehen konnte oder gar ihn beseitigen konnte.

Da wir ja leider an Unternehmenslizenzen gebunden sind, und ein Kaspersky Corporate nicht drin war, musste es diesmal Symantec Endpoint Destruction Protection sein. Der Plan war einfach: MSI Paket per GPO verteilen und gut ist. In einer kleinen Testumgebung verteilte ich also das MSI Paket per Gruppenrichtlinie. Eine .xml Datei mit allen Einstellungen musste im Installationsverzeichnis (Quelle) liegen, damit die Einstellungen vom Client übernommen werden können. Bei den meisten Rechnern klappte dies auch auf Anhieb. Zwar meldeten alle 3 Module von SEP einen Fehler (Veraltete Definitionen, Kein Netzwerkschutz, Spywareschutz konnte nicht geladen werden), dies regelte sich aber innerhalb des nächsten Neustarts und nach 10-30 Minuten warten von selbst. Nach einigen bangen Minuten meldeten sich auch die ersten Clients am Server, sodass diese dann wieder Manage-bar waren. Inzwischen, seit der ersten Verteilung per GPO bis jetzt sind 2 Monate vergangen und die meisten Clients haben bereits die neue Software. Trotz allem kam es bei 20 % der Clients zu fehlern, die aber nicht unbedingt Symantec PRobleme waren. Bei einigen Clients fehlte der Windows Installer, dieser würde normalerweise per WSUS verteilt. Also haben die Clients gar keine Wsus updates geladen. Bei vielen Clients war nicht genügend Speicherplatz auf der „C:“ Partition vorhanden, die Systeme mussten neu aufgesetzt werden. Bei etwa < 5% gab es andere Probleme, wie abgebrochene Installation oder ähnliches.

Im ganzen bin ich zufrieden mit der SEP Appliance. Lediglich die Reportingmethoden, also wenn Viren gefunden wurden, lassen stark zu wünschen Übrig. Auch werden in der Reportingansicht einige Fehler angezeigt, wie „Virenschutz wurde deaktiviert“. Eine kontrolle ergibt dann aber, dass der Virenschutz trotzdem läuft. Von der Geschwindigkeit ist der Client etwa gleich schnell, obwohl mehr Klicki Bunti oberfläche ist. Lediglich der Scan scheint etwas schneller zu gehen als in der alten Version. Optionen die bei anderen schon seit Jahren standard ist (z.B. bereits gescannte Dateien nicht erneut scannen) sucht man jedoch vergeblich. Schade eigentlich, denn das würde Symantec noch schneller machen. Und noch ein Kritikpunkt: Bei der alten Adminkonsole hatte man eine Übersicht über alle Clients. Nun hat man nur ca. 30 pro Seite und muss in der Liste immer umblättern.

Alte Spiele neu aufgelegt

Wir, die Generation „Born in the 80’s“ wusste es schon immer: Alte Games sind einfach die besten! Ich oute mich hier als einer der Leute, die alte Dosgames den neueren bevorzugen. Was soll ich auch machen? Bin ich nicht mit Fallout, Wings of Fury, Wings, Wing Commander, Tetris, Monkey Island etc. groß geworden? Liebt man nicht einfach den Charme der Pixelspiele? JA es ist so.

Als ich neulich im Heise Downloadarchiv rumgestöbert habe, musste ich feststellen dass es dort einige Remakes, oder sogar fortführungen einiger solcher Games gibt. Zum einen, der Klassiker schlechthin: „Wings of Fury“. Ziel des Spieles ist es, mit einem Amerikanischen kleinen Kampfbomber Japanische Inseln, Bunker und Soldaten zu bombardieren, Schiffe versenken und andere Japanische Kampfflugzeuge abzuschiessen. Ich sage euch, dieses Spiel hat mich ewigkeiten beschäftigt.

Nun gibt es ein Remake mit moderner Grafik: Wings of Fury 2. Zwar nicht offiziell vom Hersteller, aber von Fans programmiert. Hier einige Impressionen:

Also Grafiken, Sound und Steuerung sind sehr gut gelungen, ein großes Lob an die Entwickler. Ebenso läuft es auf Windows7 ohne Probleme!

Ein anderes Spiel aus meiner Kindheit ist „Wing Commander“. Mit seinen vielen Teilen auch ein Klassiker in der Gamesszene. Mit „Wing Commander: Prohpecy“ kam auch ein Teil heraus, der aktuelle Grafiken enthielt und auf einer relativ modernen Engine basierte.

Hierfür gibt eine Fortführung, kein Remake: Mit Flight Commander kann man erneut in die Rolle des Raumcaptains schlüpfen und spannende Missionen mit seinem Flügelmann „Maniac“ bestreiten. Klasse feeling, auch wenn bei dem Missionsladen der Vollbildmodus beendet wird und eine Dosbox befehle ausführt, das Spiel an sich läuft Wunderbar. Auch hier habe ich ein paar Fotos für euch:

Also mir persönlich bereites es momentan viel Spaß diese alten remakes zu Spielen. Vielleicht finde ich ja in kürze mehr, wie auch immer, wenn ich was entdecke, werde ich es hier im Blog veröffentlichen (:

Guter Fotoservice

Inzwischen sind Foto Services im Internet stark vertreten. Jeder der nicht sein gesammtes erspartes in Fertigautomaten bei diversen Supermärkten oder Unterhaltungselektronikmärkte schmeißen möchte wird früher oder später auf einen Online Service zurückgreifen. Hierfür gibt es eine sehr gute Bewertungsplatform: Foto-Service Vergleich. Hier stehen sehr viele Anbieter im direkten Vergleich.

Einen persönlichen Tipp möchte ich hier jedoch abgeben: Photo-Dose. Das Hochladen funktioniert sehr einfach (unter Windows) per Software. Die Bilder werden dabei vorher komprimiert, jedoch ohne sichtbare Qualitätseinbuße. Sodass man bei einigen Dutzend bildern keine hunderte von MB hochladen muss. Die Lieferzeit ist immer recht zugig und die Qualität ausgezeichnet. Der Preis ist übrigens unschlagbar: 10×15 Bilder kosten 5 Cent pro Abzug.

Von videodiensten runterladen und konvertieren

Ich weiß, es gibt inzwischen dutzende Webseiten die Videos von Onlinediensten wie Youtube etc. Downloadlinks anbieten um die .flv Datei herunterzulasen. Allerdings kann filsh.net diese direkt in viele Formate umwandeln. Davon gibt es zwar auch eine handvoll webseiten, aber bei der Webseite gefällt mir das Design und die Geschwindigkeit am meißten, außerdem ist sie sehr unkompliziert. Ein Lob an den Webmaster, der diese Seite mit nicht gerade geringen Aufwand betreiben müsste!

Markenartikel oder No-Name?

Heute möchte ich mich mal einen Thema widmen der mich schon seit einer Ewigkeit beschäftigt.

Es geht um die Frage, ob es eine Pauschalaussage gibt, ob man lieber Markenartikel kaufen soll, oder doch lieber zu no-name Artikeln greifen soll. Dies betrifft nicht nur IT-Bezogene Themen, sondern allgemein, alles was einem im täglichen Leben erwartet. Ich persönlich habe  viele Erfahrungen und manche werden einigen von euch wohl bekannt vorkommen. Früher als ich noch kaum Geld hatte, stellte sich die frage nicht, ob ich teure Produkte oder lieber das billigste vom billigen kaufen sollte. Ich kaufe einfach das günstigste. Egal ob IT, Essen oder Haushaltswaren. Damals hat es mich nicht gestört wenn etwas kaputt gegangen ist. Wenn z.B. der Staubsauger kaputt gegangen ist, kannste ich jemanden der einen über hatte. Das waren zwar immer gebrauchte Dinger, aber sie funktionierten. Irgendwann lerne ich meine Frau kennen und es entstand ein gemeinsamer Hausstand. Hier find es an. Ich kaufte z.B. einen Staubsauger von „Dirt Devil„. Dies ist meiner Meinung nach eine Marke. Der Staubsauger war Beutellos und kostete damals 70€. Eigentlich nicht zu viel für einen Staubsauger dachte ich. Das ding hielt allerdings nicht was es verspricht. Er läuft heiß wenn man die Wohnung damit saugt, man darf also ständig Pause machen. Einmal fiel mal das Rad ab, weil die Materialien so heiß waren, dass die verbindungen nicht mehr hielten. Dann durfte man jedesmal die Filter auswaschen. Eine eklige Arbeit, und in meinen Augen ein wesentlich höherer Aufwand als alle 3 Monate mal einen Beutel wegzuschmeißen. Achja, und die Saugkraft verlor er auch ständig. Wo er am Anfang noch ganz schön Dampf machte, war am ende nur noch ein kleines Lüftchen zu spüren. Das innerhalb von ca 6 Monaten. Ich überlegte das Gerät einzuschicken, um vielleicht Gewährleistungsansprüche Geltend zu machen. Also schaute ich mal im Internet was andere zu diesem Staubsauger schreiben, und BINGO. Genau das selbe. Also habe ich ärgerlich zu einem Dyson gegriffen. Das Ding kostet zwar 3x so viel wie der „billige“, allerdings hält dieser auch hoffentlich 4x länger.

Eine andere Geschichte: In einem Baumarkt kaufte ich ein billiges Teppichmesser, da ich einen Teppich zuschneiden musste. Es kostete wohl 2 € oder so. Jedenfalls waren die klingen schön Scharf und es schnitt alles super durch. Aber als ich dann den Teppich damit schneiden wollte musste ich feststellen, dass wenn man Teppich schneidet, die Klinge rausgezogen wird, sodass sie sich nicht mehr im Messer sondern auf dem Boden befindet. Genaueres reverse Engineering ergab dass die Klinge nur durch eine kleine Blechklammer gehalten wird.  Tja was nun? Wieder zum Baumarkt und mir ein ordentliches für 10€ gekauft. Wenn ich jetzt noch die Benzinkosten und meine verlorene Zeit hinzurechne hätte ich direkt das teure kaufen können.

Es gibt noch tausende Beispiele wie die oben genannten, aber meistens kommen diese Geschichten zu dem Schluss, dass die günstigen Sachen kaputt/unbrauchbar waren und ich ein teureres Produkt kaufen musste. Trotz diesen aussagen bin ich nicht der Meinung dass man generell immer ein teures Markenprodukt kaufen muss. Es gibt auch viele Beispiele wo ich günstige Sachen gekauft habe und heute noch mit diesen glücklich bin.  Ich bin sogar der Meinung dass man für viele Produkte die sich „Markenprodukte“ schimpfen einfach nur der Markenname mitbezahlt wird, das Produkt selber aber gar nicht Markenware ist. So ist es allgemein bekannt, dass Fabriken in Indien Produkte von einem großen Turnschuhhersteller und „Billig Produkte“ in den selben Fabriken mit den selben Materialien herstellen, qualitativ also auf keinen Fall ein unterschied.

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